22. April 2010

Aquarium in der Straßenbahn

Kategorie: Gleisnetz — Dominik @ 10:26

Also ich für meinen Teil mag Aquarien. Sie sind schön anzuschauen und vor allem haben sie eine beruhigende Wirkung auf mich und auch auf meine Umgebung. Am liebsten hätte ich ja eins in meinem Büro stehen, die beruhigende Wirkung könnte mir hin und wieder von Vorteil sein. (weiterlesen…)

12. Februar 2010

Zivilcourage gezeigt

Kategorie: Gleisnetz, Zugbegleiter — Bastian @ 20:18

Heute auf der Rückfahrt von Göttingen hatte ich ein spannendes Erlebnis. Bis Kassel war alles wie immer, aber danach kam dann vieles völlig überraschend . Ich saß wie immer an meinem üblichen Platz und las in einem Buch zur Vorbereitung auf meine Projektmanagement-Zertifizierung als mir plötzlich ein blutender Mann buchstäblich in den Schoß fiel. Wie auf Knopfdruck war Hektik im Abteil. Ich wusste erst gar nicht, was passiert war. Ich dachte zuerst, der Herr hätte sich bei der Anfahrt des Zuges gestoßen und wolle jetzt sofort und auf der Stelle den Zugführer anzeigen.

Dann aber wurde ich des Anblickes eines völlig apathisch wirkenden jungen Mannes gewiss, der mir bereits kurz vorher durch den leicht taumelnden Gang bei völlig still stehendem Zug aufgefallen war. Eben dieser junge Mann stand wie zur Salzsäule erstarrt jetzt im Gang und starrte weiter ins Leere. Meine Hand fiel auf die mit Blut verschmierte und nach wie vor zur Faust geballten Hand. Völlig weggetreten, glasiger Blick, lethargisch – da waren irgendwelche Rauschmittel im Spiel. Andere Fahrgäste hatten sich bereits auf den Weg gemacht, Zugbegleiter oder Polizei zu finden, einige andere kümmerten sich um das blutende und entsprechend unter Schock stehende Opfer. Es kamen zwei Zugbegleiterinnen, aber sie wurden schnell der körperlichen Überlegenheit des Aggressors gewiss. Ausgerechnet heute war nicht ein Polizist im Zug, wie es sonst auf der Strecke zu Dutzenden der Fall ist. Ausgerufene Ärzte kümmerten sich um das Opfer, während ein paar männliche Gäste auf Intervention einstellten – da ich immer am Gang und diesmal unmittelbar beim Opfer saß auch ich. Mittels Augenkontakt und Handzeichen verständigten wir uns darauf, denn Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei am Verlassen des Waggons zu hindern. Unauffällig nahmen wir Uhren und Brillen ab, ich war bereit zur Not meinen Hardcover-Projektmanagement-Schmöker zum Einsatz zur bringen. Der Angreifer hatte es such mittlerweile auf dem Platz einer geflüchteten Dame bequem gemacht und zündete sich langsam und wie betäubt eine Zigarette an.

Auf einmal allerdings stand er auf und Schritt langsam auf sein vorheriges Opfer zu. Kurz bevor er sich auf Schlagweite befand, forderten wir ihn auf sich hinzusetzen. Nich bevor er zum Schlag ausholen konnte, wurde er nach hinten gezogen, eine kurze Rangelei und zu Dritt wurde er überwältigt. Der Angreifer wurde zu Boden gedrückt und zur Sicherheit aller mit Gürteln gefesselt.

Gott sei Dank hatte ich heute keinen allzu guten Gürtel an, denn als die Polizei während des Nothaltes in Fulda Zeugenaussagen aufnahm und den Angreifer abführte, ging mein Ledergürtel um seine Arme mit ihm.

Aber wahrscheinlich ist die Zivilcourage der Herren die so entschlossen eingeschritten sind den Medien keine Schlagzeile wert. Aber irgendwie ja auch ein gutes Zeichen, dass es dafür noch nicht ungewöhnlich genug ist.

15. Dezember 2009

Mobile Bahn – Tickets über das Handy

Kategorie: Gleisnetz, Zugbegleiter — Dominik @ 15:06

Ich probiere seit einigen Wochen den Mobile Ticket Service der Bahn aus. Also Fahrscheine bzw. Tickets direkt über das Mobiltelefon, oft auch Handy genannt, zu kaufen. Dazu braucht man nicht viel, ein Mobiletelefon das ins Internet kommt und die Möglichkeit MMS zu empfangen, außerdem wird ein Account/Benutzerkonto bei der Bahn benötigt. Das Konto ist schnell eröffnet, als BahnCard Besitzer macht es so wie so Sinn.

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17. November 2009

Selbstmord mit mehr als einem Opfer

Kategorie: Gleisnetz — Bastian @ 13:03

Die letzten 14 Tage war ich im Urlaub, auf einer kleinen Insel irgendwo im Indischen Ozean. Da hab ich nicht viel mitbekommen von der Nachricht, die Deutschland erschüttert hat, Hungerprobleme, Schweinegrippe und Koalitionsverhandlungen für Tage verdrängt zu haben scheint. Der Nationaltorhüter Robert Enke hat sich vor einen fahrenden Zug geworfen und sich so selbst das Leben genommen. Vernommen habe ich diese Meldung in der DB Lounge in Frankfurt das erste Mal. (weiterlesen…)

22. Oktober 2009

Und nun war es soweit…

Kategorie: Gleisnetz — Arne @ 7:48

… der lang erwartete Unfall ist passiert! (weiterlesen…)

6. Oktober 2009

Die Deutsche Bahn erhöht die Preise um “winzige” 1,8 Prozent

Kategorie: Gleisnetz — Dominik @ 13:26

Es ist mal wieder Zeit für einen Fahrplanwechsel. Am 14. Dezember 2009, ungefähr wie jedes Jahr. Identisch zu den Jahren davor ist mittlerweile auch die Fahrpreiserhöhung. Dieses mal soll es um 1,8 Prozent nach oben gehen. Gestiegene Personalkosten sind es jetzt, die Energiekosten sind ja so tief wie seit Jahren nicht mehr. Einen Grund für die Erhöhung findet man ja immer. Ein Schelm wer böses dabei denkt… (weiterlesen…)

27. Juli 2009

Ein Stehplatz 1. Klasse ist auch ein Platz

Kategorie: Gleisnetz — Bastian @ 7:23

Ich bin statistikgeil. Zahlen über Besucher, Feed-Abos und kommentierte Artikel turnen mich an. Nicht was ihr jetzt wieder denkt. Mehr auf der Ehrgeiz-Ebene. Und zu einer solchen Statistik gehört auch, über welche Suchbegriffe die Leute zu uns finden. Ganz weit vorne sind da Begriffe wie “1. Klasse” und “Schwarzfahren”. Häufig sogar in einer einzigen Suchanfrage zusammengefasst. Da liegt es Nahe, dass viele verzweifelt auf der Suche nach einer Antwort sind, weil sie einem scheinbar weit verbreiteten Gerücht aufgesessen sind – dem Stehplatz 1. Klasse

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15. Juli 2009

Neues Entschädigungsrecht für Bahnkunden

Kategorie: Gleisnetz — Dominik @ 23:53

Da tut sich was bei der Bahn. Am 29. Juli 2009 tritt ein neues Gesetz inkraft das Bahnkunden ein Recht auf Entschädigung gewährt. Soll heißen wer mindesten eine Stunde später sein Ziel erreicht, bekommt 25 Prozent des Fahrpreises erstattet. Ab zwei Stunden sind es schon 50 Prozent und wenn man den letzten Zug im Dorf verpasst, zahlt die Bahn das Hotel. Klingt so weit fair.

Eine Entschädigung gibt es aber nur wenn die Verspätung nicht durch höhere Gewalt verursacht wurde. Entwurzelt ein Gewitter also Bäume die auf die Gleise fallen, oder die Oberleitungen beschädigen bzw. zerstören ist die Deutsche Bahn von einer Entschädigungszahlung befreit.

Interessantes Detail an der ganzen Sache. Die Fahrkarten müssen mindestens einen Wert von 4 Euro haben, heißt also das die Bahn im Nahverkehr nicht besonders darauf achten wird, dass die Züge übermäßig pünktlich sind. Wobei hier oft die meisten Verspätungen eintretten.

Es ist zumindest ein Anfang und wir werden wohl alle einmal in den “Genuss” kommen. Nach zu lesen gibt es das Ganze bei tagesschau.de

Aus gegebenem Anlass hat auch die Bahn einen interessanten Artikel dazu bereit gestellt: siehe hier!

18. Mai 2009

Nächster Halt: Krankenhaus

Kategorie: Gleisnetz, Voraussichtliche Ankunftszeit... — Bastian @ 12:58

Der Mensch ist ein Herdentier. Um da festzustellen, muss man kein Heinz Sielmann sein oder Anthropologie studiert haben. Man muss einfach nur Bahn fahren. So wie ich heute mal wieder mit dem ICE von Köln nach Frankfurt. Und an jedem Halt gibt es immer wieder das gleiche herrliche Schauspiel zu beobachten. Der Zug rumpelt noch mit 300 km/h durch die Landschaft, da ertönt die Durchsage

Meine Damen und Herren, unser nächster Halt in wenigen Minuten Frankfurt Flughafen. Wir bedanken uns bei allen Passagieren,…

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6. Mai 2009

Zu neuen Ufern

Kategorie: Gleisnetz, Lokführer — Dominik @ 23:15

Seit Februar diesen Jahres arbeite ich in Essen, seit April diesen Jahres lebe ich auch dort. Nicht mehr jeden Tag mit der S1 fahren zu müssen, hat in den vier Wochen seit meines Umzugs meine Nerven merklich geschont. Ich fahre jetzt Straßenbahn, gerade einmal 2 Minuten von der Haustür bis zur Bahn brauche ich und das gleiche Spiel bis zur Arbeit. Das Leben kann so schön praktisch sein.

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