9. Juni 2010
…ein neuer Gastautor
Das gleisritter.de-Team begrüßt ein neues Mitglied. Florian Tomaszewski ist unser neuer Mann für den Kölner Nahverkehr.
Florian wird nicht nur hin und wieder einen Beitrag für die Gleisritter schreiben, sondern betreibt auch sein eigenes Blog – jungundmittellos.de
Hier zeigt er nicht nur sein journalistisches Talent, sondern auch sein Auge für das richtige Bild. Ein Blick auf die Seite lohnt sich also immer.
Soviel für den Anfang, Flo wird sich in den nächsten Tagen bestimmt selber vorstellen.
12. Februar 2010
Heute auf der Rückfahrt von Göttingen hatte ich ein spannendes Erlebnis. Bis Kassel war alles wie immer, aber danach kam dann vieles völlig überraschend . Ich saß wie immer an meinem üblichen Platz und las in einem Buch zur Vorbereitung auf meine Projektmanagement-Zertifizierung als mir plötzlich ein blutender Mann buchstäblich in den Schoß fiel. Wie auf Knopfdruck war Hektik im Abteil. Ich wusste erst gar nicht, was passiert war. Ich dachte zuerst, der Herr hätte sich bei der Anfahrt des Zuges gestoßen und wolle jetzt sofort und auf der Stelle den Zugführer anzeigen.
Dann aber wurde ich des Anblickes eines völlig apathisch wirkenden jungen Mannes gewiss, der mir bereits kurz vorher durch den leicht taumelnden Gang bei völlig still stehendem Zug aufgefallen war. Eben dieser junge Mann stand wie zur Salzsäule erstarrt jetzt im Gang und starrte weiter ins Leere. Meine Hand fiel auf die mit Blut verschmierte und nach wie vor zur Faust geballten Hand. Völlig weggetreten, glasiger Blick, lethargisch – da waren irgendwelche Rauschmittel im Spiel. Andere Fahrgäste hatten sich bereits auf den Weg gemacht, Zugbegleiter oder Polizei zu finden, einige andere kümmerten sich um das blutende und entsprechend unter Schock stehende Opfer. Es kamen zwei Zugbegleiterinnen, aber sie wurden schnell der körperlichen Überlegenheit des Aggressors gewiss. Ausgerechnet heute war nicht ein Polizist im Zug, wie es sonst auf der Strecke zu Dutzenden der Fall ist. Ausgerufene Ärzte kümmerten sich um das Opfer, während ein paar männliche Gäste auf Intervention einstellten – da ich immer am Gang und diesmal unmittelbar beim Opfer saß auch ich. Mittels Augenkontakt und Handzeichen verständigten wir uns darauf, denn Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei am Verlassen des Waggons zu hindern. Unauffällig nahmen wir Uhren und Brillen ab, ich war bereit zur Not meinen Hardcover-Projektmanagement-Schmöker zum Einsatz zur bringen. Der Angreifer hatte es such mittlerweile auf dem Platz einer geflüchteten Dame bequem gemacht und zündete sich langsam und wie betäubt eine Zigarette an.
Auf einmal allerdings stand er auf und Schritt langsam auf sein vorheriges Opfer zu. Kurz bevor er sich auf Schlagweite befand, forderten wir ihn auf sich hinzusetzen. Nich bevor er zum Schlag ausholen konnte, wurde er nach hinten gezogen, eine kurze Rangelei und zu Dritt wurde er überwältigt. Der Angreifer wurde zu Boden gedrückt und zur Sicherheit aller mit Gürteln gefesselt.
Gott sei Dank hatte ich heute keinen allzu guten Gürtel an, denn als die Polizei während des Nothaltes in Fulda Zeugenaussagen aufnahm und den Angreifer abführte, ging mein Ledergürtel um seine Arme mit ihm.
Aber wahrscheinlich ist die Zivilcourage der Herren die so entschlossen eingeschritten sind den Medien keine Schlagzeile wert. Aber irgendwie ja auch ein gutes Zeichen, dass es dafür noch nicht ungewöhnlich genug ist.
15. Dezember 2009
Ich probiere seit einigen Wochen den Mobile Ticket Service der Bahn aus. Also Fahrscheine bzw. Tickets direkt über das Mobiltelefon, oft auch Handy genannt, zu kaufen. Dazu braucht man nicht viel, ein Mobiletelefon das ins Internet kommt und die Möglichkeit MMS zu empfangen, außerdem wird ein Account/Benutzerkonto bei der Bahn benötigt. Das Konto ist schnell eröffnet, als BahnCard Besitzer macht es so wie so Sinn.
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5. Dezember 2009
Manchmal ist so eine Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt so furchtbar langweilig. Und wenn man noch Kind ist, glaub ich manchmal sogar öfter. Das endet dann häufig in unschönen Szenen für alle Beteiligten und auch Unbeteiligten. Da wird getobt, ohne Rücksicht auf körperliche Unversehrtheit den Gang auf- und abgerannt und jüngere Geschwister bis zur Belastungsgrenze des elterlichen Nervenkostüms gepiesackt. Das sind dann die Szenen, wo ich ernsthaft an meinem Kinderwunsch Zweifel. Was, wenn ich auch so kleine Monster bekomme?
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22. August 2009
Hach, wenn ich mir überlege, wieviel Geld manchmal für die Schulung von Mitarbeitern und die Ausarbeitung von Hochglanz-Broschüren ausgegeben wird, dann wird mir ganz anders. Aber noch schlimmer wird es, wenn deutlich, dass das Geld aus dem Fenster geworfen wird. Gerade deutlich geworden ist das wieder bei Herrn V, seines Zeichens Zugbegleiter der Deutschen Bahn. (weiterlesen…)
26. Juni 2009
Normalerweise sind Wuttuks ja harmlos. In der Regel tun die nix und wollen nur wahrgenommen werden. Ja, im Grunde sind Wuttuks wie kleine Hunde. Da gibt es ja auch welche, die gucken einen die ganze Zeit treu an, hecheln und wedeln bei jeder Art von Zuwendung aufgeregt mit dem Schwanz. Ob Wuttuks das auch tun entzieht sich übrigens meiner Kenntnis. Aber sowohl bei Welpen als auch bei Wuttuks gibt es ja Ausgaben, mit denen irgendwie keiner spielen will und die einfach nur nerven. Die alles und jeden Ankläffen, dir in die Lieblingsschuhe kacken und deinem Date aufs Kleid kotzen.
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29. Mai 2009
Seit einigen Wochen befinde ich mich auf Projekteinsatz beim Kunden vor Ort. Das heißt dann natürlich, dass das übliche Büro-Outfit kurze-Hose-Shirt-sneaker im Schrank bleiben und stattdessen Anzug und Hemd ran müssen. Da ich das überhaupt nicht schlimm finde, stellt das auch kein Opfer dar. Als Berater muss man ja auch ein wenig was ausstrahlen und da hilft ein dunkler Anzug schon ein wenig bei. Gestern allerdings scheine ich mich irgendwie vergriffen zu haben.
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6. April 2009
Wann ist es in der heutigen Zeit mal still, oder noch besser wann herrscht überhaupt noch mal Totenstille? Es gibt Menschen die machen sogar Kurse um wirkliche Stille in sich selbst zu finden. Zur Beruhigung der Seele, wobei es in den meisten Fällen nur die Geldbörse des jeweiligen Gurus beruhigt. Auch ein schönes Beispiel für das nicht vorhanden sein von Stille sind klassische Konzerte, Lesungen, spannende Filme und sonstige Moment wo man sich einfach nur absolute Stille wünscht. Meistens werden die schönen Momente durch ein Husten, keuchen, schnupfen, krächzen der gurgeln unterbrochen. Warum *hust* muss das eigentlich *krächz* immer so sein? *schnupf* Können diese *keuch* Menschen nicht einfach mal *gurgel* ihren Auswurf *hust* unterdrücken? *hust* Muss man immer *keuch* bei jeder Gelegenheit *hust* *hust* die Funktion seiner *schnupf* Atemwege checken? *grugel*
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18. März 2009
Von “0″ auf “raus”
Der schnellste für den Straßenverkehr zugelassene Sportwagen (Quelle: Wikipedia) beschleunigt von “0″ auf “100″ km/h in nur 2.46 Sekunden, dass sorgt schon mal für die ein oder andere Schweizperle auf der Stirn des Beifahrers. Wie schnell sich eine hübsche Frau aus dem “Beutepool” eines Mannes befördern kann, habe ich am Freitag Abend im Zug von Murg (Schweiz) Richtung Zürich erfahren.
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23. August 2008
Das Ein- und Ausladen im allgemeinen ist kein schwieriger Vorgang, wir machen es wenn wir unseren Einkauf aus dem Wagen räumen, in den Binnenhäfen dieser Welt wird es täglich mehrere tausend Mal gemacht, mit dem kleinen Unterschied das es hier “löschen” heißt, selbst das Ein- und Ausräumen eines Kleinlasters mit den Möbeln unseres besten Freundes bekommen wir mit mehr oder weniger optimaler Effizienz hin. All diese Vorgänge haben eines gemeinsam, damit sie so optimal wie möglich laufen. In der Regel ist nur eine einzige Person für die Koordinierung der Aufgaben verantwortlich, alle anderen richten sich nach den Anweisungen des Koordinators.
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