22. Juni 2007

Das Mehdorn-Theorem

Category: Gleisnetz — Bastian @ 17:04

Mittlerweile fahr ich beruflich auch viel ICE. Und jedes Mal komme ich in den Wagon und suche meinen Platz. Das ist aber immer ein sehr unbefriedigendes Suchen. Es hat nicht die Qualität von Hausnummer-in-einer-Straße-Suchen, sondern mehr so ein Frau-des-Lebens-auf-ner-Singleparty-Suchen. Man weiß genau, das Objekt der Begierde muss da sein, aber man kann die Suche nur schwer systemathisieren. Man könnte auch sagen “qualifiziertes Rumeiern mit Vorsatz”. Hat sich schon mal jemand mit dem Nummerierungssystem der Bahnsitze beschäftigt? Ich versuche mal das System am Beispiel einer Vierergruppe zu beschreiben. Damit es nachvollziehbar wird, sollte der geneigte Leser jetzt mal einen Zettel und einen Bleistift holen.

So. Alles bereit? Gut,weiter. Als erstes malen wir zwei gleichgroße Quadrate nebeneinander. Zwischen den Quadraten ungefähr die Hälft der kantenlänge Abstand lassen. Jetzt teilen wir das Quadrat mittels eines Kreuzes in vier gleichgroße Viertel. Jedes Viertel steht für einen Sitzplatz. Zwischen die beiden Quadrate ziehen wir noch einen Strich, das ist der Gang. Jetzt wollen wir die Sitze nummerieren. Im hiesigen Kulturkreis ist man geneigt, links unten mit 1 anzufangen, die Reihe durchzunummerieren und dann quasi in Fahrtrichtung – sprich die Reihe darüber- fortzufahren. Das Muster sähe also ungefähr wie folgt aus:

5 6 | 7 8
1 2 | 3 4

Jaha, aber weit gefehlt. Bei der Bahn sieht das anders aus. Aber wie, wird noch nicht verraten. Nächster Versuch:

3 4 | 7 8
1 2 | 5 6

ist es nicht und auch andere Varianten mit oder/und gegen den Uhrzeigersinn führen nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Bahn nummeriert nämlich über Kreuz. Und Reihen werden durch einen Wechsel von geraden zu ungeraden Zahlen vollzogen. Das führt dann zu folgendem Muster:

2 8 | 6 4
3 5 | 7 1

So, und dafür hätte ich jetzt gerne ne Formel. Damit das Rumeiern ein Ende hat!

6. Juni 2007

“Du hast ein schlechtes Karma”

Category: Voraussichtliche Ankunftszeit... — Dominik @ 10:07

Folgende fast unglaubliche Geschichte aus dem alltäglichen Leben meinerseits.

Es gibt da einen Arbeitskollegen mit dem ich jeden (okay, fast jeden) Donnerstag zum Bahnhof laufe, um dort gemeinsam in die S1 Richtung Dortmund einzusteigen. Seit den letzten 3-5 mal aber scheint uns der heilige Bahngott nicht wohlgesonnen zu sein. Jener Bahngott äußert seinen Missmut über uns, oder vielleicht die wiedermal gestiegenen Bahnpreise, in Form einer zuspät kommenden S1 Richtung Dortmund. Das schier unglaubliche an dieser Geschichte ist aber, das die Bahn den Rest der Woche, also Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag nahezu in erschreckender Weise pünktlich einfährt. Nur wenn sich dieses Individium des schlechten Bahnkarmas (Arbeitskollege) bei mir befindet kommt die S1 unpünktlich.

Mancher mag jetzt behaupten; “Zufall!” “Kann ja mal passieren, du siehst Gespenster!”
Ich habe es aber getestet und bin Donnerstags mal alleine zum Bahnhof gegangen und siehe da! Die Bahn kam mit ordentlicher deutscher Pünktlichkeit in den Bahnhof eingefahren.

Ich sag ja, er hat ein schlechtes Karma…

Lg Dominik