Münster 20:00 Uhr, 24. Juli 2007.
Ich stehe am Bahnsteig und verabschiede mich von einer Freundin um danach in die RB42 Richtung Essen zu steigen. Bis hier hin hat alles wunderbar geklappt. Die Bahn war sogar 5 min. zu früh da.
Pünktliche Abfahrt. Der Zug bewegt sich langsam in Richtung Essen. 50 Meter geschaft. Die 100 Meter Grenze tadellos hinter uns gebracht. Wir werden stetig schneller und die 200 Meter Marke dürfte nicht mehr weit entfernt sein…
…5-10 Sekunden später…
…wir stehen. Ich habe keine Ahnung warum. Vielleicht gehts es ja gleich weiter, oder es gibt eine Durchsage *rauschen*
“Liebe Fahrgäste aufgrund einer Weichenstörung wird sich unsere Fahrtrichtung kurzzeitig ändern.”
Ähm…ja gut, so lange wir in Essen ankommen soll mir das Recht sein. Nach ungefähr 400 Metern änderten wir erneut unsere Fahrtrichtung, vielleicht hat sich der Lokführer einfach gedacht das so eine Weichenstörung eventuell mit etwas Gewalt zu lösen ist. So ein fahrender Zug ist schließlich nicht ohne. Nach ungefähr 10-20 Sekunden durchfärht das Abteil in dem ich sitze ein heftiger Ruck. Die Frau auf dem Gang wird fast von Ihren Füßen geholt. Ein kurzes brechen/knartschen von, ich vermute das es Eisen ist, ist zu hören. Danach Stille nur noch das übliche Geräusch einer fahrenden Bahn ist zu vernehmen.
“Der wird doch wohl nicht mit Schwung über die Weiche gefahren sein?”
Gute Frage die einer der Fahrgäste da stellt. Ist unser John Mcclane im Führerhaus wirklich mit Anlauf über die Weiche gehämmert?
MfG Dominik