11. Dezember 2007
Die Bahn hat vergangenen Sonntag zum Winterfahrplan gewechselt. Da ich gestern (aus anderen Gründen) mit dem Auto zur Arbeit gefahren bin, konnte ich erst heute meine eigenen Erfahrungen sammeln. Aber die reichen für den Montag locker mit!
Alles fing damit an, das meine S-Bahn in Düsseldorf zum gleichen Zeitpunkt ankam, wie mein Anschlusszug abfahren sollte. Normalerweise lohnt sich Rennen nicht, da der NRW-Express in Düsseldorf eingesetzt wird, fährt der in der Regel auch immer pünktich los. Heute hatte das Schicksal aber ein Einsehen mit mir. Ein kurzer Blick aufs Nachbargleich zeigte nämlich, das da immer noch Minden angeschlagen war und der Zug folglich noch nicht weg. Also kurzer Zwischenspurt von Gleis 13 auf Gleis 10.
Hätte ich mir sparen können. Auf dem Gleis stand noch ein anderer Zug und wartete auf seine Fahrerlaubnis. Die kam dann irgendwann und als das Gleis frei war, kam dann auch die Durchsage, dass der NRW-Express nach Minden ca. 15 Minuten Verspätung habe. H, zwanzig Minuten nach der eigentlichen Abfahrt eine solche Aussage zu treffen, halte ich für gewagt, aber Schwamm drüber! Die Durchsagen auf den anderen Gleisen mit Weichenstörungen, technischen Defekten und anderen Verspätungsgründen ließen nichts gutes ahnen. Und dann endlich kam sie – die Enddurchsage:
Meine Damen und Herren an Gleis 10, bitte beachten Sie: Der NRW-Express nach Minden über [...] fällt wegen einer außerplanmäßigen Lokstörung heute leider aus. Reisende Richtung Essen, Bochum, und Dortmund nehmen bitte den ICE 616 um 8:34 Uhr von Gleis 18.
Na super. Das hieß, dass der Westfalen-Express – mein Alternativzug – ebenfalls ergeheliche Verspätung hatte. Der angekündigte ICE war dann aber wider Erwarten erfreulich leer und ich bekam sogar noch einen Sitzplatz. Dort konnte ich dann darüber nachdenken, wann ich mal in den Genuss eines planmäßigen Lokschaden kommen werde und ob diese dann ab dem Sommerfahrplan auch ausgeschrieben sein werden.
7. Dezember 2007
Ich komme ja eigentlich aus dem schönen Münsterland, deswegen könnte man mich auch als Bochumer mit Migrationshintergrund sehen. Wie dem auch sei, Leben meine Eltern und ein nicht unerheblicher Teil meines Freundeskreises immer noch im Münsterland, was mich in nicht regelmäßiger Weise dazu bewegt genau zu selbigen zu reisen.
Man sollte wissen das, dass Münsterland eine ziemlich ländliche und beschauliche Gegend ist, es gibt nicht viele größere Städte außer vielleicht Münster oder Borken und genau zur letzten Stadt muss ich jedes mal Reisen um zu meinen Eltern zu gelangen.
Bis vor einem Jahr war diese Verbindung noch fest in der Hand der Deutschen Bahn. Diese Strecke die von der Bahn liebevoll als “Der Borkener” geführt wird, wurde von den Reisenden die mit genau dieser Linie unterwegs waren etwas unliebevoller mit dem Namen “Die letzte Meile” betittelt. Man wird sich jetzt sicherlich Fragen wie die Fahrgäste auf so einem Namen kommen. Ganz einfach; Diese Strecke diente der Bahn vermutliche als “Letzte Meile” für alte und unzuverlässige Triebwagen und auch Personenwagen, das zeigte sich in unzähligen Verspätungen Aufgrund eines defekten Triebwagens.
Mittlerweile hat die Nordwest Bahn die Strecke übernommen und ich muss sagen, es klappt mittlerweile wirklich gut. Die Bahn kommt erstaunlich pünktlich und ist meistens sogar 5-10 min zu früh da.
Ja zu früh, das ich sowas noch mal in diesem Blog sagen würde.
Wie dem auch sei kann ich nur ein großes Lob an die Nordwest Bahn geben, da läuft alles ziemlich rund, die Züge sind sauber und neu, das Personal freundlich und hilfsbereit. Es gibt lediglich ein Manko, das aber nur die Geschäftsführung der Nordwest Bahn stören wird. Der Fahrkartenautomat in Borken ist seit 4 Wochen nicht zu gebrauchen, entweder das Gerät ist defekt oder er nimmt das Geld nur passend an. Führt dazu das sich 80% der Fahrgäste keine Karte lösen können und wenn kein Begleitpersonal im Abteil ist, auch keine Karte kaufen werden, vielleicht sollte man hier ein wenig optimieren, schließlich soll die Strecke rentabel bleiben und nicht wie von der Deutschen Bahn vor der Übernahme angekündigt aufgegeben werden.
Gruß Dominik
Am Sonntag ist es wieder so weit, die Bahn stellt ihre Fahrpläne auf die Winterzeit um. In diesem Zuge (Wortwitz) werden auch die Preise für Tickets und Bahncards erhöht.
Ein Ticket im Nah- und Fernverkehr soll laut “tagesschau.de” um ca. 2,9 Prozent teuerer werden. Der Preis für die Bahncard 50 wird von 212 € auf ca. 220 € angehoben, dafür ist das Railplus jetzt enthalten, das bisher mit 15 € zu Buche geschlagen hat. Das wäre dann die zweite Preissteigerung innerhalb eines Jahres, die Bahn begründet diese Preissteigerung mit getiegenen Personal- und Energiekosten.
Es wird neue Fernverbindungen geben Richtung Dänemark und Österreich, außerdem soll der ICE Verkehr nach Paris verdichtet werden, zusätzlich zu alle dem fährt nun auch der französische TGV bis München. Wie man sieht investiert die Bahn in das luktrative Geschäft des Fernverkehrs, bleibt nur zu hoffen das sie den eben so wichtigen Nahverkehr nicht vernachlässigen.
Eine gute Nachricht für alle Reisenden der 1. Klasse. Der Service für die erste Klasse wird mit 200 zusätzlichen Mitarbeitern ausgebaut, außerdem bekommen die Gäste in der 1. Klasse Snacks und Zeitschriften gereicht. Na wenn das mal nicht was ist…
Gruß Dominik