Bevor ich Projektleiter wurde, habe ich nicht nur studiert, sondern auch was anständiges gelernt. Zum zeitpunkt meiner Ausbildung hieß der Beruf noch “Mediengestalter für Print- und Digitalmedien mit der Fachrichtung Medienberatung Print”. Mittlerweile heißt er anders, aber das tut nichts zur Sache. Aber ich fühle mich der Druckbranche immer noch verbunden und freue mich immer, mit jemandem über Colormanagement, JDF-Workflows und Fortdruck-Geschwindigkeiten fachzusimpeln.
Kürzlich konnte ich nur indirekt fachsimpeln. Da saß ich im Zug nach Hause und bekam in Essen einen Sitzgegenüber weiblichen Geschlechts. Die Dame war ungefähr genau so jung wie ich und kaum das sie saß, zückte sie ihr Handy. Sie rief wohl eine Freundin an, denn nach dem üblichen Handy-Gesprächsbeginn “Hi. Ich bins. Stör ich?” (kann nur getoppt werden von “Hi. Ich bins. Wo bist du?”) ging die Tonlage immer höher und die junge Frau schaltete in eine Stimmlage, die ich durchaus als Geschnatter titulieren möchte.
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