12. Februar 2010
Heute auf der Rückfahrt von Göttingen hatte ich ein spannendes Erlebnis. Bis Kassel war alles wie immer, aber danach kam dann vieles völlig überraschend . Ich saß wie immer an meinem üblichen Platz und las in einem Buch zur Vorbereitung auf meine Projektmanagement-Zertifizierung als mir plötzlich ein blutender Mann buchstäblich in den Schoß fiel. Wie auf Knopfdruck war Hektik im Abteil. Ich wusste erst gar nicht, was passiert war. Ich dachte zuerst, der Herr hätte sich bei der Anfahrt des Zuges gestoßen und wolle jetzt sofort und auf der Stelle den Zugführer anzeigen.
Dann aber wurde ich des Anblickes eines völlig apathisch wirkenden jungen Mannes gewiss, der mir bereits kurz vorher durch den leicht taumelnden Gang bei völlig still stehendem Zug aufgefallen war. Eben dieser junge Mann stand wie zur Salzsäule erstarrt jetzt im Gang und starrte weiter ins Leere. Meine Hand fiel auf die mit Blut verschmierte und nach wie vor zur Faust geballten Hand. Völlig weggetreten, glasiger Blick, lethargisch – da waren irgendwelche Rauschmittel im Spiel. Andere Fahrgäste hatten sich bereits auf den Weg gemacht, Zugbegleiter oder Polizei zu finden, einige andere kümmerten sich um das blutende und entsprechend unter Schock stehende Opfer. Es kamen zwei Zugbegleiterinnen, aber sie wurden schnell der körperlichen Überlegenheit des Aggressors gewiss. Ausgerechnet heute war nicht ein Polizist im Zug, wie es sonst auf der Strecke zu Dutzenden der Fall ist. Ausgerufene Ärzte kümmerten sich um das Opfer, während ein paar männliche Gäste auf Intervention einstellten – da ich immer am Gang und diesmal unmittelbar beim Opfer saß auch ich. Mittels Augenkontakt und Handzeichen verständigten wir uns darauf, denn Angreifer bis zum Eintreffen der Polizei am Verlassen des Waggons zu hindern. Unauffällig nahmen wir Uhren und Brillen ab, ich war bereit zur Not meinen Hardcover-Projektmanagement-Schmöker zum Einsatz zur bringen. Der Angreifer hatte es such mittlerweile auf dem Platz einer geflüchteten Dame bequem gemacht und zündete sich langsam und wie betäubt eine Zigarette an.
Auf einmal allerdings stand er auf und Schritt langsam auf sein vorheriges Opfer zu. Kurz bevor er sich auf Schlagweite befand, forderten wir ihn auf sich hinzusetzen. Nich bevor er zum Schlag ausholen konnte, wurde er nach hinten gezogen, eine kurze Rangelei und zu Dritt wurde er überwältigt. Der Angreifer wurde zu Boden gedrückt und zur Sicherheit aller mit Gürteln gefesselt.
Gott sei Dank hatte ich heute keinen allzu guten Gürtel an, denn als die Polizei während des Nothaltes in Fulda Zeugenaussagen aufnahm und den Angreifer abführte, ging mein Ledergürtel um seine Arme mit ihm.
Aber wahrscheinlich ist die Zivilcourage der Herren die so entschlossen eingeschritten sind den Medien keine Schlagzeile wert. Aber irgendwie ja auch ein gutes Zeichen, dass es dafür noch nicht ungewöhnlich genug ist.
17. November 2009
Die letzten 14 Tage war ich im Urlaub, auf einer kleinen Insel irgendwo im Indischen Ozean. Da hab ich nicht viel mitbekommen von der Nachricht, die Deutschland erschüttert hat, Hungerprobleme, Schweinegrippe und Koalitionsverhandlungen für Tage verdrängt zu haben scheint. Der Nationaltorhüter Robert Enke hat sich vor einen fahrenden Zug geworfen und sich so selbst das Leben genommen. Vernommen habe ich diese Meldung in der DB Lounge in Frankfurt das erste Mal. (weiterlesen…)
23. Oktober 2009
Moin Moin!
Ich hatte vor einiger Zeit mal über die “Geile Warenautomaten GmbH” geschrieben. Nachdem ich dort in der Zentrale angerufen hatte versprach man mir sich um das Problem zu kümmern, allerdings glaubte ich da irgendwie nicht so recht dran. Die Dame am Telefon war zwar sehr freundlich dennoch machte es auf mich einen anderen Eindruck.
Aber siehe da, ich habe gestern mal auf die Automaten geguckt und nun ist doch endlich “Christinen Brunnen” in den Automaten drin, so wie die Werbung es verspricht – klasse!
22. Oktober 2009
… der lang erwartete Unfall ist passiert! (weiterlesen…)
18. Oktober 2009
Moin Moin
,
wer hätte es gedacht? Ich bin heute mit dem Metronom aus Hamburg zurück nach Bremen gefahren und siehe da es hat tatsächlich geklappt den 6 Minuten später abfahrenden Zug Richtung Bremerhaven zu bekommen. Ich bin begeistert, danke Metronom-Team! (weiterlesen…)
8. September 2009
Ich finde es immer wieder schön wenn es noch Zugbegleiter gibt die einem den Tag mit ihrer bloßen Freundlichkeit versüßen. Heute morgen kam der werte Herr in unser Abteil geschwebt und verkündete mit einem Lächeln auf dem Gesicht: “Guten Morgen liebe Fahrgäste, an diesem sonnigen Tag bitte ich Sie mir doch mal eben kurz ihre wunderschönen Fahrscheine zu zeigen, vielen Dank!”
Ja, warum denn nicht immer so?
5. September 2009
Einen wunderschönen (wenn auch verregneten) Tag,
nach langer Abstinenz melde ich mich zurück. Aufgrund vielerlei Arbeit (Umstrukturierung, neue Chefs, …) hatte ich leider nie so wirklich Zeit zum Bloggen da ich die mir verbleibende freie Zeit dann für ein paar private Dinge genutzt habe. Ich hoffe mir wird verziehen.
Leider habe ich für den ersten Post jetzt hier keine spannende Bahn-Geschichte für euch, aber da ich heute wieder mit der Bahn nach Hamburg fahre könnte es morgen soweit sein.
Bis zum nächsten Posting!
17. Juli 2009
…damit wir Sie abholen” könnte auch ein Satz über die Service-Hotline sein, von meiner neuesten Erwerbung bei der Bahn.
Die Bahn versichert jetzt, bzw. die EUROPÄISCHE Reiseversicherung AG. Gegen Diebtstahl von Gegenständen bis zu einem Wert von 1.000 €, bei Reiseunfällen die zur Invalidität oder dem Tod führen mit bis zu 25.000 € und einer Kostenübernahme bei Verspätungen von Zügen. Sofern ich den Anschlusszug verpasse und eventl. im Hotel übernachten muss, oder mit dem Taxi weiterfahren kann, aber nur bis zu einem Betrag von 200 €. (weiterlesen…)
15. Juli 2009
Da tut sich was bei der Bahn. Am 29. Juli 2009 tritt ein neues Gesetz inkraft das Bahnkunden ein Recht auf Entschädigung gewährt. Soll heißen wer mindesten eine Stunde später sein Ziel erreicht, bekommt 25 Prozent des Fahrpreises erstattet. Ab zwei Stunden sind es schon 50 Prozent und wenn man den letzten Zug im Dorf verpasst, zahlt die Bahn das Hotel. Klingt so weit fair.
Eine Entschädigung gibt es aber nur wenn die Verspätung nicht durch höhere Gewalt verursacht wurde. Entwurzelt ein Gewitter also Bäume die auf die Gleise fallen, oder die Oberleitungen beschädigen bzw. zerstören ist die Deutsche Bahn von einer Entschädigungszahlung befreit.
Interessantes Detail an der ganzen Sache. Die Fahrkarten müssen mindestens einen Wert von 4 Euro haben, heißt also das die Bahn im Nahverkehr nicht besonders darauf achten wird, dass die Züge übermäßig pünktlich sind. Wobei hier oft die meisten Verspätungen eintretten.
Es ist zumindest ein Anfang und wir werden wohl alle einmal in den “Genuss” kommen. Nach zu lesen gibt es das Ganze bei tagesschau.de
Aus gegebenem Anlass hat auch die Bahn einen interessanten Artikel dazu bereit gestellt: siehe hier!
24. Juni 2009
Zu aller erst. Warum habe ich mal wieder nichts vom Kuchen abbekommen?
Unglaublich aber wahr, die Bahn hat Imagewerbung im Netz gemacht und jede Menge Beiträge ins Internet gestellt die perfekt inszeniert die Bahn in ein schön weiß schimmerndes Licht rückte. Siehe dazu hier.
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