Es ist mal wieder Zeit für einen Fahrplanwechsel. Am 14. Dezember 2009, ungefähr wie jedes Jahr. Identisch zu den Jahren davor ist mittlerweile auch die Fahrpreiserhöhung. Dieses mal soll es um 1,8 Prozent nach oben gehen. Gestiegene Personalkosten sind es jetzt, die Energiekosten sind ja so tief wie seit Jahren nicht mehr. Einen Grund für die Erhöhung findet man ja immer. Ein Schelm wer böses dabei denkt… (weiterlesen…)
Die Deutsche Bahn erhöht die Preise um “winzige” 1,8 Prozent
Alle Jahre wieder…
…das gleiche Spiel. Genau wie im letzten Jahr hat die Bahn pünktlich zum Fahrplan wechsel und Weihnachtsfest die Preise erhöht. Im Schnitt um 3.9 Prozent. Damit wird Bahn fahren wieder teurer, vor allem für die Pendler, die ja eigentlich nur Bahn fahren um kein Auto benutzen zu müssen.
Die Preiserhöhung könnte aber nach hinten losgehen, das Fass Öl ist so günstig wie lange nicht mehr und ein Blick auf die Preistafeln der Tankstellen zeigt auch was viele mittlerweile denken: Autofahren könnte sich bald wieder lohnen.
Fahrplanwechsel auf Winterfahrplan erfolgt
Die Bahn hat vergangenen Sonntag
Alles fing damit an, das meine S-Bahn in Düsseldorf zum gleichen Zeitpunkt ankam, wie mein Anschlusszug abfahren sollte. Normalerweise lohnt sich Rennen nicht, da der NRW-Express in Düsseldorf eingesetzt wird, fährt der in der Regel auch immer pünktich los. Heute hatte das Schicksal aber ein Einsehen mit mir. Ein kurzer Blick aufs Nachbargleich zeigte nämlich, das da immer noch Minden angeschlagen war und der Zug folglich noch nicht weg. Also kurzer Zwischenspurt von Gleis 13 auf Gleis 10.
Hätte ich mir sparen können. Auf dem Gleis stand noch ein anderer Zug und wartete auf seine Fahrerlaubnis. Die kam dann irgendwann und als das Gleis frei war, kam dann auch die Durchsage, dass der NRW-Express nach Minden ca. 15 Minuten Verspätung habe. H, zwanzig Minuten nach der eigentlichen Abfahrt eine solche Aussage zu treffen, halte ich für gewagt, aber Schwamm drüber! Die Durchsagen auf den anderen Gleisen mit Weichenstörungen, technischen Defekten und anderen Verspätungsgründen ließen nichts gutes ahnen. Und dann endlich kam sie – die Enddurchsage:
Meine Damen und Herren an Gleis 10, bitte beachten Sie: Der NRW-Express nach Minden über [...] fällt wegen einer außerplanmäßigen Lokstörung heute leider aus. Reisende Richtung Essen, Bochum, und Dortmund nehmen bitte den ICE 616 um 8:34 Uhr von Gleis 18.
Na super. Das hieß, dass der Westfalen-Express – mein Alternativzug – ebenfalls ergeheliche Verspätung hatte. Der angekündigte ICE war dann aber wider Erwarten erfreulich leer und ich bekam sogar noch einen Sitzplatz. Dort konnte ich dann darüber nachdenken, wann ich mal in den Genuss eines planmäßigen Lokschaden kommen werde und ob diese dann ab dem Sommerfahrplan auch ausgeschrieben sein werden.