Manchmal ist so eine Zugfahrt von Hamburg nach Frankfurt so furchtbar langweilig. Und wenn man noch Kind ist, glaub ich manchmal sogar öfter. Das endet dann häufig in unschönen Szenen für alle Beteiligten und auch Unbeteiligten. Da wird getobt, ohne Rücksicht auf körperliche Unversehrtheit den Gang auf- und abgerannt und jüngere Geschwister bis zur Belastungsgrenze des elterlichen Nervenkostüms gepiesackt. Das sind dann die Szenen, wo ich ernsthaft an meinem Kinderwunsch Zweifel. Was, wenn ich auch so kleine Monster bekomme?
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Zeitvertreib für Groß und Klein
Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst
Tja, da sitz ich also im Zug nach Göttingen. Gleich geht’s los. Wie jeden Freitag die Bummelstrecke von Frankfurt HBF nach Göttingen. Präsenztag im Büro.
…Hm, 7:58 Uhr, von Abfahrt noch keine Spur. Die Türen sind noch auf…
… Da, eine Durchsage unseres Lokführers
Meine Damen und Herren, leider verzögert sich unsere Abfahrt in Frankfurt noch um wenige Minuten. Den Grund werde ich Ihnen noch zu gegebener Zeit mitteilen
Nächster Halt: Krankenhaus
Der Mensch ist ein Herdentier. Um da festzustellen, muss man kein Heinz Sielmann sein oder Anthropologie studiert haben. Man muss einfach nur Bahn fahren. So wie ich heute mal wieder mit dem ICE von Köln nach Frankfurt. Und an jedem Halt gibt es immer wieder das gleiche herrliche Schauspiel zu beobachten. Der Zug rumpelt noch mit 300 km/h durch die Landschaft, da ertönt die Durchsage
Meine Damen und Herren, unser nächster Halt in wenigen Minuten Frankfurt Flughafen. Wir bedanken uns bei allen Passagieren,…
Lang lebe die Triebwagenstörung
Unzählige Male habe ich sie schon verflucht – die berüchtigte Störung am Triebfahzeug. Und wenigstens genau so oft habe ich mich darüber amüsiert, dass der ICE 914 von Frankfurt nach Dortmund so gut wie nie pünktlich losfährt. Letzteres ist auch der Grund, weswegen ich auf meinen Reisen von Frankfurt nach Köln immer den ICE 814 buche.
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Liebe meines Lebens verzweifelt gesucht
Bevor hier Gerüchte aufkommen: Nicht meines Lebens! Die habe ich schon gefunden und geheiratet.
Es geht um die Liebe eines unbekannten Autors oder Autorin. In meiner Vorstellung ist es aus irgendeinem Grund ein Mann. Deswegen behalte ich die männliche Form mal bei. Vor kurzem war ich mal wieder unterwegs nach Frankfurt und da sich die S-Bahn S6 nicht immer als verlässlicher Zubringer Richtung Köln erwiesen hat, fuhr ich mit der Regionalbahn von Leichlingen nach Köln-Deutz.Im Treppenabgang auf halber Höhe erblickte ich ein recht auffälliges Plakat. Normalerweise hängen hier nur Plakate für das Jetzt-aber-wirklich-Abschiedskonzert von Tina Turner oder anderer Veranstaltungen der Köln-Arena Lanxess-Arena . Dieses Plakat war anders. Viel Text, roter Rand und nur DIN A3. Unweigerlich blieb ich stehen und begann zu lesen.
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Bis ins Detail geplant…
…war meine geschäftliche Reise Richtung Michelstadt bei Frankfurt. Eine Schulung sollte ich da halten, nur einen Tag lang. Morgens hin und Abends direkt wieder zurück. Sitzplatzreservierung nur für die Hinfahrt, die Rückfahrt sollte so flexibel wie möglich bleiben. Man weiß ja nie wie viele Fragen am Ende so einer Schulung noch gestellt werden.
Graffiti-Oma oder katholischer Schmierfink?
Heute morgen in der S-Bahn S5 auf dem Weg nach Oberursel (bei Frankfurt a.M.):
Sabiiene, meein EnQel
I {HERZ} U
Wie muss ich das jetzt lesen? “Sabine, mein Engel” oder “Sabine, mein Enkel”? Den exessiven Gebrauch der Buchstaben e und i mal aussen vor gelassen.
Lang nicht mehr gesehen
am Montag saß ich mal wieder im ICE nach Frankfurt und anschließend in der S-Bahn nach Oberursel. In eben dieser S-Bahn fährt man auch an Frankfurt-Rödelheim vorbei. Es handelt sich hier um einen Stadtteil von Frankfurt, der gerade den Lesern in meinem Alter noch vom Rödelheim Hartreim Projekt bekannt sein sollte. Rödelheim brachte so Leute wie Moses Pelham und Sabrina Setlur aka Schwester S. hervor lange Rede, kurzer Sinn: Hartes Pflaster.
In Frankfurt-Rödelheim stiegen also Leute zu und aus, wie es an jeder Haltestelle ganz normal ist. Unter anderem auch eine junge Dame, nennen wir sie mal Nancy. Nancy traf eine gute Bekannte in der Bahn, die in meiner Erzählung mal den Namen Monique tragen soll. Die beide hatten sich wohl schon länger nicht gesehen und die Wiedersehensfreude entsprechend groß.
Das hat mich auch alles nicht sonderlich tangiert und lediglich die Tatsache, dass die beiden in der Sitzgruppe hinter mir und entsprechend laut waren, ließen mich ihr Gespräch verfolgen können. Besonders interessant war es aber, als Monique dann eine scheinbar ganz normale Frage stellte:
Monique: Mensch, ey, voll lange nicht gesehen! Wo haste gesteckt?
Nancy: Im Knast. Hab 9 Monate wegen Körperverletzung gekriegt.
…
Tach Herr Assauer
Gestern bin ich mit dem ICE aus Frankfurt nach Hause gefahren. Und wer steht da ganz normal zwischen allen anderen in der Raucherzone? Rudi Assauer. Und hats irgendwen gekümmert? Nö. Keine kreischende Girlies, keine Hobby-Trainer, die über die aktuelle Situation in der Bundesliga diskutieren wollen, nix. Ich glaub, da hatter sich gefreut, der Rudi.