27. Januar 2009
Am Donnerstag ist es mal wieder soweit, bei der Deutschen Bahn muss mit Verspätungen gerechnet werden da Transnet und GDBA streiken.
Ich hoffe das wird genauso lustig wie in den Tagen bzw. Wochen als die GDL gestreikt hat. So wie es im Moment den Anschein hat werde ich mich gut Bewaffnen müssen mit allerhand Zeitungen, Büchern, Musik, Getränken und was mir sonst noch über den Weg läuft.
Uns allen viel Glück am Donnerstag!
11. November 2008
Ich gebe zu, ich war erst wenige Male auf einer Demo. Das war meistens gegen Rechts. Auch von Streiks als Mittel zur mittel- bis langfristigen veränderung von Lebensumständen halte ich nicht sonderlich viel. Daher begegene ich auch den gerade wieder so hipp erscheinenden Demos gegen den Castor-Transport eher skeptisch.
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7. März 2008
Okay, ich kann es verstehen, wenn man zu unmenschlichen Arbeitsbedingungen Dienst verrichten muss. Und das man dann auch dagegen was unternehmen muss. Aber gerade mit meinem Faible für Marketing, virales marketing und all diesem Zeug finde ich einen Streik so überflüssig wie einen Kropf.
Ich finde dieses Instrument des Arbeitskampfes total überholt. Warum nicht ne clevere kleine Kampagne machen, um Zustimmung und Unterstützung in der Bevölkerung zu generieren?
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5. März 2008
Heute geht dank der Warnstreiks im öffentlichen Dienst kaum ein Bus auf die Straße, kaum eine U-Bahn auf die Schiene und auch die meisten Straßenbahnen bleiben im Depot. Für mich hatte das die Auswirkung
- ich konnte länger schlafen, weil
- ich zwei S-Bahnen später fahren konnte, weil
- ich erst um halb zehn am Bochumer HBF abgeholt wurde und
- ich werde zum Feierabend wieder zum Bochumer HBF gefahren.
Die Statdt Bochum hat das Fehlen der Busse auch gleich zum Anlass genommen, den Busbahnhof mal so richtig sauber zu machen. Den ganzen Taubendreck weg, das Plexiglas-Dach vom Grünspan zu befreien und die Steine ordentlich zu schrubben und von Kaugummi-Resten zu erlösen.
Also ich persönlich finde das heute ehrlich gesagt nicht sooooo schlimm mit dem Streik.
20. Oktober 2007
Das ist ja so zur Zeit der Satz, der so gerne durch die Presselandschaft wabert. Aber warum sind denn Lokführer unterbezahlt? Ich mein, okay, das Gehalt ist nicht die Wucht. Kann ich nachvollziehen, dass man nie genug Geld bekommt und das man da schon stinkig wird, wenn man sieht, dass der Chef ca. das 20-fache verdient. Auch die fixe Obergrenze kann ich nicht gutheißen, aber rechtfertigt das diese augenscheinliche “Totalverweigerung”?
Bei jeder Forderung nach Gehalt frage ich mich und muss ich mich von meinem Chef fragen lassen “Warum?”. Womit ist das Gehlat zu rechtfertigen? Gestiegene Lebenshaltungskosten? kann ich keine 31% mit rechtfertigen. Mehr Arbeit? Hat die GDL ja abgelehnt. Mehr Verantwortung? Gilt ja nicht für alle, wäre also ne individuell zu verhandelnde Geschichte.
Überhaupt die Sache mit der Verantwortung. Das wird ja immer so als das Totschlag-Argument angeführt. Ich mein, die Jungs fahren auf Schienen in Loks, die von Computern unterstützt fahren. Auch die Netzplanung wird von Computern übernommen, ein Lokführer muss also nicht mehr überlegen, ob er an der Weiche die linke oder rechte Spur nimmt. Überhaupt, bewegt er sich in einem Schienennetz, falsch abbiegen oder so ist also auch nicht. Ganz böse formuliert sage ich jetzt mal, dass die Hauptaufgaben das Bremsen und Beschleunigen sowie das rechtzeitige Öffnen und Schliessen der Türen ist. Und entschuldigung mal, aber dafür sind die ausgebildet worden! Das sind doch keine Schaffner, denen man sagt “Du fährst jetzt Lok aber nach wie vor zum Gehalt eines Schaffners” Dann hätte ich da vollstes Verständnis für, aber so?!
In meinen Augen will sich da nur ein Gewerkschafts-Chef vor seinem Abgang ein kleines Denkmal setzen. Wem wird man denn einen Tarifabschluss zuordnen – den einzelnden Streikenden oder den “Verhandlungsführern”? Wann begreifen Gewerkschaften endlich, dass man viel mehr mit dem Fahrgast/Kunden/Verbraucher erreicht als gegen? Wann setzen sich Gewerkschaften mal für einen besseren Service ein? Ich warte auf den Tag, an dem die GDL streikt, weil das Schienennetz marode ist oder Fahrgäste so lange in der Kälte stehen, wenn mal wieder die Technik versagt. und wenn dann die Forderung kommt, das mit ner Gehaltsanpassung zu verbinden, dann bin ich sofort dabei!