Viele Menschen denken sie wären wichtig, manche glauben sogar das sie unersetzlich für die Menschheit wären, ganz andere wiederum sind fest davon überzeugt, dass der Rest der Welt auf sie verzichten könnte. Ich hatte heute auf dem Weg nach Essen jemanden in der Bahn, der eher in die Kategorie “wichtig” bis “unersetzlich” fällt.
Wie konnte es anders sein taucht auch in dieser Geschichte ein Mobiltelefon auf. Diese “wichtige” Person wurde nun angerufen, was bis hierher noch gar nicht so schlimm ist und auch die Tatsache das sie fast 1 Minute gebraucht hat, um das Telefon in den Weiten ihrer Handtasche zu finden, macht sie immer noch nicht zu einem schlechteren Menschen. Nicht mal der wirklich nervende und schmerzhafte Sparabo-Klingelton konnte für eine schnelle Meinungsbildung sorgen.
Als sie dann nun endlich ihr Telefon gefunden hatte, ist sie mit einer Lautstärke ihrem Gegenüber, auf der anderen Seite der Leitung entgegen getretten, die selbst mich aus meinem doch recht tiefen Halbschlaf gerissen hat. In den nächsten 10 Minuten ihres Telefonats habe ich und wahrscheinlich auch der Rest des Abteils viel über ihr Privatleben herausgefunden. Nicht nur das wir jetzt wissen das sie jeden Morgen um 06:30 Uhr aufstehen muss um dann noch in Ruhe duschen zu können, nein ich und der Rest des Abteils wissen nun endlich was 18-jährige Mädchen so in ihrem Liebesleben treiben bzw. mit wem.
Ein doch durchaus unterhaltsames Gespräch, auch wenn die Gegenseite am anderen Ende nicht immer in sehr guter Qualität zu hören war. Das nächste mal bitte über die Freisprechfunktion, das wird mir sonst zu anstrengend mit dem zuhören.